Tischtennis-Club 1951 Rotation Weimar e.V.

 

 

 

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Jugend-Mannschaftsmeisterschaft 2010

 

 

TTTV am 2. Mai in Themar:

 

Die Fahrt ins südthüringische Themar zur Thüringer Mannschaftsmeisterschaft sollte für die erste Jugendmannschaft des TTC der Höhepunkt des Spieljahres werden. Als zweiter der Bezirksliga Nordthüringens hatte man sich für diese Runde qualifiziert, hinter den Postlern aus Mühlhausen. Mit der Bahn brachen die jungen Spieler auf, um einfach nur einen schönen und entspannten Tag zu erleben. Sportlich gesehen rechneten sie sich nicht allzuviel aus, immerhin trafen sich hier die fünf besten Teams Thüringens. Finn Jacobsen ergänzte das Quartett, um als Ersatzmann für alle Fälle bereitzustehen, zumal auch das Knie von Andreas Kannebier noch viele Fragen offen ließ. Allerdings wollten sich die jungen Weimarer gut verkaufen.

Im ersten Spiel des Tages gegen den gastgebenden 1. SG Themar/Lengfeld konnten die Weimarer schnell die erste Nervosität ablegen und einen ungefährdeten 6:2-Erfolg einfahren. Bereits nach den Doppeln 2:0 in Front musste nur das obere Paarkreuz, bestehend aus Felix Harder und Friedrich Gerstenhauer, je einen Spielgewinn zulassen. Der erste Erfolg des Tages brachte Sicherheit, nun konnte schließlich nichts mehr passieren.

Auf gewohnt freundschaftlicher Basis und sportlich hohem Niveau verlief in der zweiten Runde die Partie mit dem Post SV Mühlhausen. In der Rückrunde der Bezirksliga hatte man die Müntzerstädter am Rande der Niederlage, hielt mit 7:10 mit. Und auch diesmal fiel die Entscheidung erst im letzten Einzel, als sich Andreas Kannebier im Entscheidungssatz gegen Bennedikt Jenner geschlagen geben musste und sich Mühlhausen so knapp 6:4 durchsetzte. Allerdings hielt unsere Mannschaft stark dagegen und versuchte immer, irgendwie an die Bälle zu kommen und zeigte teilweise sehr starke spielerische Aktionen. Finn Jacobsen hatte seinen ersten Einsatz im Doppel an der Seite von Gregor Wichmann erhalten, nach den Doppeln stand es 1:1, im oberen Paarkreuz hatten die Weimarer den erwartet schweren Stand, unten aber hielten die Ilmstädter die Partie offen und das Remis bis zum Schluss in Reichweite.

Gegen den SV Aufbau Altenburg hieß es dann, die Niederlage aus dem Mühlhausenspiel zu verarbeiten und schnell ins Turnier zurück zu finden. und das taten die Weimarer, wenngleich sich das 6:1 am Ende deutlicher liest als es spielerisch war. Vor allem am Beginn der Spiele hieß es dagegenzuhalten, die Weimarer aber waren in knappen Phasen mental stärker und konnten sich so letztlich klar behaupten. Nur ein Doppel ging an den Gegner, in den Einzeln ließen die Ilmstädter keinen Spielgewinn zu.

Plötzlich aber kamen die Gedanken an mehr, in der Schlussrunde gegen den Post SV Gera, die ihren einzigen Zähler zuvor ausgerechnet gegen Mühlhausen geholt hatten, fanden die jungen Rotationer zunächst nicht in die Partie. Nach den Doppeln 0:2 im Rückstand bedurfte es einer spielerischen und vor allem kämpferischen Initialzündung durch Friedrich Gerstenhauer, der in seinem ersten Einzel bei Stand von 6:10 im Entscheidungsdurchgang gleich 4 ! Matchbälle gegen sich hatte, diese aber allesamt abwehren konnte und sich letztlich auch noch das gesamte Spiel holte. Felix Harder hatte den Ausgleich hergestellt, überragend kämpfend brachte Andreas Kannebier in einem weiteren 5-Satz-Krimi den TTC mit 3:2 erstmals in Führung. Danach hatte die Rotationer ihre Betriebstemperatur erreicht, kämpften verbissen und leidenschaftlich um jeden Ball und gestatteten den Geraern nur noch einen Spielgewinn. Das 6:3 bedeutete in der Endabrechnung dann den Vizemmeistertitel hinter den Postlern aus Mühlhausen.

Da diese im Laufe des Spieljahres mit Vanessa Schieke ein Mädchen eingesetzt hatten, sind sie als Team im Süd-West-Verband nicht startberechtigt, somit erbt der TTC die Qualifikation zur nächsten Runde und schafft damit erstmals den Sprung auf die Ebene des Regionalverbandes. Garant für diesen größten Erfolg Weimarer Tischtennis-Sportler in der jüngeren Vergangenheit und des TTC überhaupt war die mannschaftliche Geschlossenheit, und dies nicht nur spielerisch. Alle fünf traten während des gesamten Tages als Einheit auf, hatten Finn Jacobsen von Beginn an integriert und hielten vor allem in den Spielen gegen Mühlhausen und Gera mental absolut dagegen. Rückschläge steckten sie beeindruckend gut weg und suchten jederzeit ihre Chance, stellten sich auf ihre Gegner oft gut ein und ergänzten so eine auch spielerisch optimale Leistung.

 

Am Rande:

 

Nicht nur Sieger im eigentlichen Sinne des Wortes, sondern ein echter Gewinner an diesem Tage war mit Sicherheit Andreas Kannebier. Der 18jährige hatte sich vor vier Jahren ausgerechnet in einem Trainingsspiel erstmals das Knie ausgekugelt, das Ende der TT-Laufbahn stand bevor, obwohl diese ja noch nicht einmal so richtig begonnen hatte. Einen Tag später hätte Andi sein erstes Bezirksranglistenturnier spielen sollen. Er orientierte sich zur Sicherheit schon mal zum Trainerjob und unterstütze die Jugendarbeit im Verein seit dieser Zeit sehr engagiert. Aber so ganz konnte er sich trotzdem auch vom Spielen nicht lossagen, das Knie erholte sich, in der Bezirksliga stellte sich Andreas notgedrungen in der Rückhand auf Noppen um. Doch er musste viel Geduld beweisen, nicht alles lief gleich optimal, spielerisch und manchmal auch im mentalen Bereich.

Dieses Spieljahr konnte Andreas mit 24:19 erstmals eine positive Bilanz erspielen, auch in ersten Ersatzeinsätzen bei den Herren lief es recht gut. Und ausgerechnet vier Wochen vor der Landes-Mannschaftsmeisterschaft kam der zweite Rückschlag mit dem Knie. Sein Einsatz stand bis zuletzt auf der Kippe, vorsorglich plante das Team mit Finn Jacobsen einen Ersatzspieler ein. Aber mitfahren wollte Andreas auf jeden Fall.

Letztlich probierte er dann doch zu spielen, kämpfte gegen seine Gegner und vielleicht auch ein klein wenig gegen das eigene Knie, hielt beide im Schach und trug mit einer überragenden 4:1-Tagesbilanz wesentlich zum Erfolg eines homogenen Teams bei. Glückwunsch Andi!

 

Team-Bilanzen:

 

Felix Harder

5:3

Friedrich Gerstenhauer

4:3

Gregor Wichmann

5:1

Andreas Kannebier

4:1

Finn Jacobsen

nur im Doppel eingesetzt

 

Bilder:

 

Mit der Bahn reiste das

Team entspannt ins südthüringische Themar.

 

Das Einspielen

Turnierbeginn

Die Vereinsurkunde für die

Vizemeisterschaft, überreicht durch Turnierleiter Sebastian Petermann (rechts).

Siegerehrung für die Mannschaft.

Das Team (v.l.):

Finn Jacobsen, Andreas

Kannebier, Gregor Wichmann,

Sven Trautwein, Friedrich Gerstenhauer, Felix Hadrer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spielstätte Tischtennis

 

Turnhalle Meyerstraße 51

99423 Weimar

 

 

Trainingszeiten Tischtennis

 

Schüler / Jugend:

Montag

Dienstag

Donnerstag

Freitag

18.00 - 19.30

18.00 - 19.30

17.30 - 19.00

17.00 - 19.30

 

 

Erwachsene:

Montag

Dienstag

Donnerstag

Freitag

19.30 - 22.00

19.30 - 22.00

19.00 - 22.00

19.30 - 22.00

 

 

Anschrift / Präsident

 

Michael Pospich

Ziegelgraben 2 a

99425 Weimar

 

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