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Jugend-Mannschaftsmeisterschaft 2010
TTTV am 2. Mai in Themar:
Die Fahrt ins südthüringische Themar zur
Thüringer Mannschaftsmeisterschaft sollte für die erste
Jugendmannschaft des TTC der Höhepunkt des Spieljahres werden.
Als zweiter der Bezirksliga Nordthüringens hatte man sich für
diese Runde qualifiziert, hinter den Postlern aus Mühlhausen.
Mit der Bahn brachen die jungen Spieler auf, um einfach nur
einen schönen und entspannten Tag zu erleben. Sportlich gesehen
rechneten sie sich nicht allzuviel aus, immerhin trafen sich
hier die fünf besten Teams Thüringens. Finn Jacobsen ergänzte
das Quartett, um als Ersatzmann für alle Fälle bereitzustehen,
zumal auch das Knie von Andreas Kannebier noch viele Fragen
offen ließ. Allerdings wollten sich die jungen Weimarer gut
verkaufen.
Im ersten Spiel des Tages gegen den gastgebenden
1. SG Themar/Lengfeld konnten die Weimarer schnell die erste
Nervosität ablegen und einen ungefährdeten 6:2-Erfolg einfahren.
Bereits nach den Doppeln 2:0 in Front musste nur das obere
Paarkreuz, bestehend aus Felix Harder und Friedrich Gerstenhauer,
je einen Spielgewinn zulassen. Der erste Erfolg des Tages
brachte Sicherheit, nun konnte schließlich nichts mehr
passieren.
Auf gewohnt freundschaftlicher Basis und
sportlich hohem Niveau verlief in der zweiten Runde die Partie
mit dem Post SV Mühlhausen. In der Rückrunde der Bezirksliga
hatte man die Müntzerstädter am Rande der Niederlage, hielt mit
7:10 mit. Und auch diesmal fiel die Entscheidung erst im letzten
Einzel, als sich Andreas Kannebier im Entscheidungssatz gegen
Bennedikt Jenner geschlagen geben musste und sich Mühlhausen so
knapp 6:4 durchsetzte. Allerdings hielt unsere Mannschaft stark
dagegen und versuchte immer, irgendwie an die Bälle zu kommen
und zeigte teilweise sehr starke spielerische Aktionen. Finn
Jacobsen hatte seinen ersten Einsatz im Doppel an der Seite von
Gregor Wichmann erhalten, nach den Doppeln stand es 1:1, im
oberen Paarkreuz hatten die Weimarer den erwartet schweren
Stand, unten aber hielten die Ilmstädter die Partie offen und
das Remis bis zum Schluss in Reichweite.
Gegen den SV Aufbau Altenburg hieß es dann, die
Niederlage aus dem Mühlhausenspiel zu verarbeiten und schnell
ins Turnier zurück zu finden. und das taten die Weimarer,
wenngleich sich das 6:1 am Ende deutlicher liest als es
spielerisch war. Vor allem am Beginn der Spiele hieß es
dagegenzuhalten, die Weimarer aber waren in knappen Phasen
mental stärker und konnten sich so letztlich klar behaupten. Nur
ein Doppel ging an den Gegner, in den Einzeln ließen
die Ilmstädter keinen Spielgewinn zu.
Plötzlich aber kamen die Gedanken an mehr, in der
Schlussrunde gegen den Post SV Gera, die ihren einzigen Zähler
zuvor ausgerechnet gegen Mühlhausen geholt hatten, fanden die
jungen Rotationer zunächst nicht in die Partie. Nach den Doppeln
0:2 im Rückstand bedurfte es einer spielerischen und vor allem
kämpferischen Initialzündung durch Friedrich Gerstenhauer, der
in seinem ersten Einzel bei Stand von 6:10 im
Entscheidungsdurchgang gleich 4 ! Matchbälle gegen sich hatte,
diese aber allesamt abwehren konnte und sich letztlich auch noch
das gesamte Spiel holte. Felix Harder hatte den Ausgleich
hergestellt, überragend kämpfend brachte Andreas Kannebier in
einem weiteren 5-Satz-Krimi den TTC mit 3:2 erstmals in Führung.
Danach hatte die Rotationer ihre Betriebstemperatur erreicht,
kämpften verbissen und leidenschaftlich um jeden Ball und
gestatteten den Geraern nur noch einen Spielgewinn. Das 6:3
bedeutete in der Endabrechnung dann den Vizemmeistertitel hinter
den Postlern aus Mühlhausen.
Da diese im Laufe des Spieljahres mit Vanessa
Schieke ein Mädchen eingesetzt hatten, sind sie als Team im
Süd-West-Verband nicht startberechtigt, somit erbt der TTC die
Qualifikation zur nächsten Runde und schafft damit erstmals den
Sprung auf die Ebene des Regionalverbandes. Garant für diesen
größten Erfolg Weimarer Tischtennis-Sportler in der jüngeren
Vergangenheit und des TTC überhaupt war die mannschaftliche
Geschlossenheit, und dies nicht nur spielerisch. Alle fünf
traten während des gesamten Tages als Einheit auf, hatten Finn
Jacobsen von Beginn an integriert und hielten vor allem in den
Spielen gegen Mühlhausen und Gera mental absolut dagegen.
Rückschläge steckten sie beeindruckend gut weg und suchten
jederzeit ihre Chance, stellten sich auf ihre Gegner oft gut ein
und ergänzten so eine auch spielerisch optimale Leistung.
Am Rande:
Nicht nur Sieger im eigentlichen Sinne des
Wortes, sondern ein echter Gewinner an diesem Tage war mit
Sicherheit Andreas Kannebier. Der 18jährige hatte sich vor vier
Jahren ausgerechnet in einem Trainingsspiel erstmals das Knie
ausgekugelt, das Ende der TT-Laufbahn stand bevor, obwohl diese
ja noch nicht einmal so richtig begonnen hatte. Einen Tag später
hätte Andi sein erstes Bezirksranglistenturnier spielen sollen.
Er orientierte sich zur Sicherheit schon mal zum Trainerjob und
unterstütze die Jugendarbeit im Verein seit dieser Zeit sehr
engagiert. Aber so ganz konnte er sich trotzdem auch vom Spielen
nicht lossagen, das Knie erholte sich, in der Bezirksliga
stellte sich Andreas notgedrungen in der Rückhand auf Noppen um.
Doch er musste viel Geduld beweisen, nicht alles lief gleich
optimal, spielerisch und manchmal auch im mentalen Bereich.
Dieses Spieljahr konnte Andreas mit 24:19
erstmals eine positive Bilanz erspielen, auch in ersten
Ersatzeinsätzen bei den Herren lief es recht gut. Und
ausgerechnet vier Wochen vor der Landes-Mannschaftsmeisterschaft
kam der zweite Rückschlag mit dem Knie. Sein Einsatz stand bis
zuletzt auf der Kippe, vorsorglich plante das Team mit Finn
Jacobsen einen Ersatzspieler ein. Aber mitfahren wollte Andreas
auf jeden Fall.
Letztlich probierte er dann doch zu spielen,
kämpfte gegen seine Gegner und vielleicht auch ein klein wenig
gegen das eigene Knie, hielt beide im Schach und trug mit einer
überragenden 4:1-Tagesbilanz wesentlich zum Erfolg eines
homogenen Teams bei. Glückwunsch Andi!
Team-Bilanzen:
|
Felix Harder |
5:3 |
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Friedrich Gerstenhauer |
4:3 |
|
Gregor Wichmann |
5:1 |
|
Andreas Kannebier |
4:1 |
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Finn Jacobsen |
nur im Doppel eingesetzt |
Bilder:
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Mit der Bahn reiste das
Team entspannt ins südthüringische Themar.
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Das Einspielen |
Turnierbeginn |
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Die Vereinsurkunde für die
Vizemeisterschaft, überreicht durch
Turnierleiter Sebastian Petermann (rechts). |
Siegerehrung für die Mannschaft. |
Das Team (v.l.):
Finn Jacobsen, Andreas
Kannebier, Gregor Wichmann,
Sven Trautwein, Friedrich Gerstenhauer,
Felix Hadrer |
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